airbus a340 european cargo

Aus InsolvenzZu verkaufen: 15 Airbus A340 und 82 Triebwerke

Erst rutschte die Frachtfluglinie European Cargo in die Pleite. Jetzt ist auch ihre Leasingfirma am Ende, welcher die Airbus A340 F gehören. Der Insolvenzverwalter beabsichtigt, die Flugzeuge schnell loszuwerden.

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Weniger Aufträge und hohe Treibstoffkosten brachen European Cargo das Genick. Mitte Mai stellte die britische Frachtairline den Betrieb ein, Anfang Juni meldete sie Insolvenz an. Sie betrieb eine Flotte von zu Frachtern umgebauten Airbus A340. Zuletzt waren es noch sechs Exemplare der Version A340-600 F. Sie stehen seit Mai am Boden. Rechnet man vergangene Ausflottungen ein, hat die Fluglinie seit Gründung im Jahr 2020 insgesamt 15 A340 betrieben - zwei A340-500 und 13 A340-600.

Jetzt reißt das Ende der Frachtfluggesellschaft auch die Eigentümerin der Flugzeuge in den Abgrund: die irische Leasingfirma Priority 1. Sie gehört zum US-Logistikkonzern Priority 1 Logistics, der wiederum der Mutterkonzern von European Cargo ist. Die Leasingfirma mit Sitz in Shannon sei jetzt ebenfalls insolvent, berichtet die Zeitung Irish Independent.

Insolvenzverwalter will Airbus A340 schnell verkaufen

Das Unternehmen, das erst vor etwas mehr als einem Jahr gegründet wurde, verfüge über 15 Airbus-A340-Frachter, 82 Trent-500-Triebwerke von Rolls-Royce sowie rund 9000 Ersatzteile für Airbus A340, schreibt die Zeitung. Die Priority-1-Gruppe sei «in den vergangenen Jahren anhaltendem finanziellen Druck ausgesetzt, was zu einer erheblichen Verschlechterung ihrer Finanzlage führte», heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens Teneo Restructuring Ireland, die nur Insolvenzverwalterin bestellt wurde.

Teneo erklärt, der Verkauf des Unternehmens und seiner Vermögenswerte habe oberste Priorität. Sprich: 15 Airbus A340 F, 82 Triebwerke plus Ersatzteile sind womöglich günstig zu haben. «Wir werden eng mit den Insolvenzverwaltern von European Cargo zusammenarbeiten», kündigt Teneo an. «Wir begrüßen Interessenbekundungen potenzieller Käufer für das Unternehmen sowie für dessen Flugzeugportfolio, das viele flugfähige Flugzeuge von hervorragender Qualität umfasst.»

Ersatzteile und Triebwerke für Airbus A340 womöglich gefragt

Wie groß das Interesse an 15 vierstrahligen Umbaufrachtern ist, ist fraglich. Dass es für Triebwerke und Ersatzteile für Airbus A340 einen Markt gibt, zeigte dagegen erst kürzlich die deutsche Passagier-Charterfluglinie USC. Sie kaufte fünf ausgemusterte A340 von Lufthansa, nutzt einen davon selber als Ersatzteilspender und verkaufte zwei weitere zur Zerlegung weiter.

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